Welttag des Buches am 23. April

Seit 1995 ist der 23. April ein von der Unesco weltweit eingerichteter Aktionstag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte der Autoren auf ihre Werke.

Auch in Zeiten von Corona sollen an diesem Tag das Lesen und die Freude an Geschichten im Mittelpunkt stehen.

Wir möchten aber auch daran erinnern, dass diese Freiheit nicht selbstverständlich ist.

Seit der Verbreitung von Büchern gibt es das Bedürfnis, „schwierige“ Bücher zu verbieten und für die Allgemeinheit unzugänglich zu machen.

Seit Jahrhunderten wird Literatur zerstört und demonstrativ ins Feuer geworfen, um „gefährliches“ und „schädliches“ Gedankengut auszumerzen.

Umberto Ecco hatte dies in seinem Roman „Der Name der Rose“ beschrieben, Am 10. Mai 1933 wurden in 22 deutschen Großstädten demonstrativ Bücher in Feuer geworfen, die aus der Feder „kritischer“ Autoren wie z.B. Heinrich Heine, Erich Kästner und Franz Kafka stammten.

Aber auch in unserer modernen Zeit kommt es regelmäßig zu Bücherverbrennungen.

2001 kam es in Pittsburgh/USA zu einer religiös motivierten groß angelegten Verbrennung von Büchern, CD´s und Filmen, im gleichen Jahr kam es in Alamogordo/New Mexiko zur Verbrennung von Harry Potter Büchern. 2007 verbrannten Neonazis im Rahmen einer Sonnenwendfeier in der Nähe von Magdeburg „Das Tagebuch der Anne Frank“

Erich Kästners Bücher wurden 1965 in Deutschland vom „Bund Entschiedener Christen“ erneut verbrannt.

Ein genauso tiefer Einschnitt in die Freiheitsrechte ist das Verbot von Büchern. Viele bekannte Titel und etliche Klassiker befanden sich schon auf der schwarzen Liste. Unter anderem dabei waren sogar Kinderbücher wie „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak und die Harry Potter Reihe von J.K. Rowling.

Das Kunstprojekt „Parthenon of Books“ von Marta Minigin stellt einen maßstabsgetreuen Nachbau des Pantheons auf der Akropolis in Athen dar und besteht aus Büchern, die verboten waren oder es aktuell sind. Daraus entstand das größte Kunstwerk der 14. Ausgabe der documenta in Kassel.

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